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Bauarbeiten Hochbehälter Burgstraße

Freitag, 25. August 2017, 13:02 Uhr
Wasserverband beginnt mit Rückbau des alten Hochbehälters in Bleicherode
In der Burgstraße wird Baufreiheit für den Bau eines neuen, modernen Hochbehälters geschaffen.

In der letzten Augustwoche beginnen die Rückbauarbeiten des alten Trinkwasser-Hochbehälters in der Burgstraße in Bleicherode. „Wir rechnen damit, dass die Rückbauarbeiten etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen werden", sagte jetzt Carmen Lis, Geschäftsführerin des Nordhäuser Wasserverbandes (WVN). Bis Sommer 2018 wird der Wasserverband an gleicher Stelle einen modernen Zweikammer-Hochbehälter bauen. Mit einem Gesamt-Volumen von rund 1,75 Millionen Euro zählt diese Baumaßnahme zu den größten Investitionen des Verbandes in diesem Jahr.
In den kommenden Tagen beginnt der teilweise Abriss des 6,50 Meter hohen und im Durchmesser 19 Meter fassenden runden Betonbehälters. Etwa ein Drittel des kreisrunden Betonkolosses wird erhalten. Er dient zur Stabilisierung des Hanggeländes und der davor liegenden Baugrube, in der der neue Wasserbehälter eingepasst wird. „Die alte Behälterrückwand wurde dazu in den vergangenen Tagen mit Stahlstützen stabilisiert“, erläuterte Lis die weiteren Arbeiten.
Da der alte Hochbehälter komplett mit Erde bedeckt ist, muss diese in den kommenden Tagen abgetragen werden. Um die anfallenden Erdmassen und das Abbruchmaterial von dem engen Gelände zu schaffen, wird in den kommenden Wochen mitunter auch samstags gearbeitet. „Die betroffenen Anwohner informieren wir rechtzeitig“, kündigte Frau Lis an.
Der Neubau ist nötig, weil der über 40 Jahre alte Hochbehälter in einem sehr schlechten Zustand ist und nur über eine Wasserkammer verfügt. Das entspricht nicht mehr dem Qualitätsstandards und dem Stand der Technik. Der Hochbehälter in der Burgstraße ist seit 1974 in Betrieb. Er versorgt die Bleicheröder Unterstadt, also gut zwei Drittel aller Einwohner der Kalistadt, und Lipprechterode mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk in der Nordhäuser Puschkinstraße und aus den Brunnen Kohnstein. Der neue Hochbehälter verfügt dann über zwei Kammern, die jeweils 750 Kubikmeter Wasser aufnehmen können. „Die Doppelkammern ermöglichen eine wechselseitige Reinigung, ohne den Behälter außer Betrieb nehmen zu müssen“, erläutert Frau Lis den Vorteil des neuen Behälters.
Dank einer provisorischen Niederdruckanlage auf dem Baugelände wird die Trinkwasserversorgung der Unterstadt während der gesamten Maßnahme problemlos sichergestellt.
Die komplexe Baumaßnahme wird bis 31. August kommenden Jahres dauern. Die Firma Implenia Regiobau aus Erfurt führt die Arbeiten aus, die Planungsarbeiten lagen in der Hand des Ingenieurbüros Hoffmann, Seifert und Partner aus Suhl, die Bauüberwachung nimmt das Ingenieurbüro Eppinger aus Sondershausen wahr. Bei der Gestaltung wirkte der Nordhäuser Architekt Matthias Wagner mit. Der gesamte Hochbehälterkomplex wird architektonisch und gestalterisch in die Landschaft eingebunden.



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