Donnerstag, 02. März 2023, 09:50 Uhr

Erste Verbandsversammlung 2023

Der Wasserverband (WVN) wird zum 01.07.2023 nach sieben Jahren seine Verbrauchsgebühr auf 2,02 netto je Kubikmeter Trinkwasser (brutto 2,16 ) erhöhen. Die dafür grundlegende Gebührensatzung hat die Verbandsversammlung am 01.03.2023 einstimmig beschlossen.
Maßgebend dafür sind die in den vergangenen Jahren stetig gestiegenen Kosten, die durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 teilweise explodiert sind. Die weiteren Einflussfaktoren sind der hohe Investitionsbedarf des Verbandes und sinkende Erträge.

Überdurchschnittlich gestiegene Kosten:
Die einzuplanenden Kostensteigerungen ergeben sich zwingend aus der Teilnahme am wirtschaftlichen Verkehr und der jährlichen Inflationsrate. Davon betroffen sind sämtliche Aufwandspositionen gleichermaßen. Das Instandhaltungsmaterial und die Inanspruchnahme von Fremdleistungen für den Betrieb des Rohrnetzes und der Anlagen sind die größte Gruppe des Aufwandes. So ergab die Ausschreibung der Stromverträge für 2023 und 2024 mehr als eine Verdopplung der Preise für Elektroenergie. Im Ergebnis zahlt der Verband nunmehr eine Million Euro pro Jahr statt vorher eine knappe halbe Million.

Jährliches Investitionsvolumen steigt von 5,5 auf 6,5 Millionen Euro:
Das jährliche Investitionsvolumen des Verbandes musste im Ergebnis der andauernden Preissteigerungen bereits in 2022 um eine ganze Million auf 6,5 Millionen Euro erhöht werden, um die technische und qualitative Leistungsfähigkeit des Wasserverbandes als Trinkwasserversorger aufrecht erhalten zu können.

Erste Gebührenerhöhung seit 2015:
Die Anhebung der Verbrauchsgebühren tritt erst zum 01.07.2023 in Kraft.
Dann muss jeder Bürger täglich nur 4 Cent mehr für sein Trinkwasser bezahlen. Auf eine Erhöhung der Grundgebühr hat der Verband verzichtet.

Trinkwasser ist seinen Preis wert:
Der WVN bedauert es, dass auch er die allseits gestiegenen Preise durch die Gebühr an die sowieso schon belasteten Bürger weitergeben muss. Aber das geht nicht anders. Wir müssen kostendeckend arbeiten und verfügen nicht über einen „Sonderhaushalt“.

Trinkwasser ist kostengünstig:
Trinkwasser ist in Deutschland ein Qualitätsprodukt und es ist seinen Preis wert. Dabei ist es noch wesentlich günstiger als Flaschenwasser aus dem Discounter, welches nicht in jedem Fall gesundheitlich unbedenklich ist. Die günstigsten Angebote im Discounter liegen bei 0,17 für einen Liter Stilles Wasser. Für einen Kubikmeter Flaschenwasser zahlt der Bürger also im günstigen Fall 170 Euro, für Mineralwasser ca. 500 Euro und für Markenwasser beträgt der Preis je Kubikmeter sogar über 1.100 Euro. Im Vergleich dazu zahlt ein vierköpfiger Haushalt im Landkreis zukünftig für den Kubikmeter Trinkwasser nur 3,75 Euro und zwar inklusive der Grundgebühr und frei Haus.

Abrechnung erfolgt automatisch:
Die Zählerstände unserer Kunden zum 30.06.2023 werden automatisch zeitanteilig ermittelt. Die Kunden brauchen also nichts weiter zu tun. Wer möchte, kann seinen Zählerstand aber gern trotzdem ablesen und uns schriftlich mitteilen.
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